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13.10.2026

Tattoo-Zuschuss zum Stadtjubiläum: Doch kein Steuergeld im Spiel

Ein Rabatt für Stadt-Tattoos zum 700-jährigen Jubiläum von Erkelenz hat für Kritik gesorgt und Beschwerden beim Bund der Steuerzahler (BdSt) Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Hintergrund war eine Werbeaktion, bei der Motive mit Bezug zur Stadt mit jeweils 70 Euro bezuschusst wurden.

Auf den ersten Blick wirkte es so, als finanziere die Stadt Tätowierungen mit Steuergeld. Das stieß bei Bürgern auf Unverständnis. Kritiker verwiesen unter anderem auf gesundheitliche Risiken von Tattoos und zweifelten den Werbeeffekt der Aktion an.

Nach einer Nachfrage des BdSt stellte sich jedoch heraus, dass die Zuschüsse nicht aus dem städtischen Haushalt stammten. Nach Angaben der Stadt Erkelenz wurden die Kosten von Unternehmen und Organisationen getragen, die das Stadtjubiläum finanziell unterstützten. Auch für die Entwicklung der insgesamt 16 Tattoo-Motive seien der Stadt keine Kosten entstanden.

Die Aktion wurde gemeinsam mit einem örtlichen Tattoostudio durchgeführt. Am Aktionstag Ende August wurden 30 Jubiläums-Tattoos gestochen. Die Stadt begründete die Kampagne damit, dass die Tätowierten als dauerhafte Botschafter für Erkelenz und das Stadtjubiläum wirken könnten.

Für den BdSt ist der Fall ein Beispiel dafür, wie wichtig eine genaue Prüfung von Vorwürfen mutmaßlicher Steuergeldverschwendung ist. Zwar sei die Empörung zunächst nachvollziehbar gewesen, letztlich habe sich aber gezeigt, dass keine öffentlichen Mittel für die Tattoo-Zuschüsse verwendet wurden.

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen, PM vom 08.10.2026