02.04.2025
Baden-Württemberg: Steuereinnahmen der Gemeinden rückläufig
Die Netto-Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg sind nach Angaben der vierteljährlichen kommunalen Kassenstatistik im Jahr 2024 auf 21,1 Milliarden Euro gesunken. Gegenüber 2023 entspricht dies einem Rückgang von 2,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt mitteilt.
Die kommunalen Steuereinnahmen setzten sich aus den Realsteuern (Grundsteuer A, Grundsteuer B und Gewerbesteuer), den Gemeindeanteilen an den Gemeinschaftsteuern (Einkommens- und Umsatzsteuer) sowie den sonstigen Gemeindesteuern zusammen. Unter sonstige Gemeindesteuern fielen wiederum die Hundesteuer, die Vergnügungssteuer, die Zweitwohnungssteuer sowie sonstige örtliche Steuern, erläutert das Statistische Landesamt. Das Nettosteueraufkommen werde berechnet, indem von diesen Steuereinnahmen die an das Land und den Bund abzuführende Gewerbesteuerumlage abgezogen wird.
Von allen Steuereinnahmen der Stadtkreise und kreisangehörigen Gemeinden in Baden-Württemberg seien 1,6 Prozent auf die sonstigen Gemeindesteuern und 42 Prozent auf die Gemeindeanteile an den Gemeinschaftsteuern entfallen. Die verbleibenden 56,3 Prozent zählten zu den Realsteuern. Allein 46,8 Prozent der Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden des Landes wurden laut Statistischem Landesamt durch die Gewerbesteuer (netto) eingenommen.
Im Jahr 2023 lagen die Steuereinnahmen (netto) laut Landesamt noch bei 21,5 Milliarden Euro. Davon seien 48,4 Prozent oder 10,4 Milliarden Euro auf die Gewerbesteuer (netto) entfallen. Letztere habe 2024 9,9 Milliarden Euro betragen. Im Vergleich zum Vorjahr sei somit beim Aufkommen der Gewerbesteuer (netto) ein Minus von 5,3 Prozent zu verzeichnen. In den Stadtkreisen sei 2024 der Anteil der Gewerbesteuer (netto) am gesamten Steueraufkommen mit durchschnittlich 54,8 Prozent weiterhin höher gewesen als in den kreisangehörigen Gemeinden mit durchschnittlich 44,3 Prozent. Bei den Stadtkreisen sei zudem auch ein stärkerer Rückgang bei der Gewerbesteuer (netto) von 10,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen (2023: 3,1 Milliarden Euro). Bei den kreisangehörigen Gemeinden sei das Gewerbesteueraufkommen (netto) um 3,2 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gesunken (2023: 7,3 Milliarden Euro).
Betrachtet man die Netto-Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg in Relation zur Bevölkerungszahl, seien auf jeden Einwohner im Jahr 2024 1.877 Euro (2023: 1 905 Euro) entfallen. Auch hier hätten die Stadtkreise mit 2.433 Euro pro Kopf höhere Einnahmen als die kreisangehörigen Gemeinden mit 1.750 Euro pro Kopf erreicht.
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, PM vom 01.04.2025