27.05.2026
Steuer-IT: Nordrhein-Westfalen und Bayern verstärken Zusammenarbeit
Nordrhein-Westfalen und Bayern wollen gemeinsam die Informationssicherheit der Finanzverwaltungen stärken. Eine engere Kooperation der Steuer-Rechenzentren soll die Resilienz gegen Cyberangriffe erhöhen und die Handlungsfähigkeit des Staates auch in Krisensituationen sichern.
Hintergrund sei die weiter steigende Bedrohungslage im Cyberraum, erläutert das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen. Cyberangriffe auf staatliche IT-Systeme würden komplexer, professioneller und häufiger. Gerade die Steuerverwaltung verfüge über besonders sensible Daten. Wie das Ministerium weiter mitteilt, wollen Nordrhein-Westfalen und Bayern daher ihre Zusammenarbeit gezielt durch betriebliche Kooperation, Abstimmungen und bei Sicherheitsstandards der Steuer-IT stärken. In einem Memorandum of Understanding hätten die Minister der Finanzen beider Länder das jetzt auf den Weg gebracht.
Die Vereinbarung sehe vor, die Zusammenarbeit der Rechenzentren schrittweise auszubauen. Beide Länder wollen ihre Betriebsplattformen und technischen Strukturen stärker harmonisieren, gemeinsame Standards etablieren und die Zusammenarbeit im Betrieb der KONSENS-Verfahren vertiefen. Ziel sei ein einheitliches Sicherheitsniveau entlang relevanter Standards und damit eine höhere länderübergreifende Gesamt-Resilienz im Krisenfall.
Zugleich sollen Skaleneffekte genutzt und Prozesse effizienter gestaltet werden. Die jeweiligen Rechenzentren bleiben laut Finanzministerium Nordrhein-Westfalen organisatorisch und rechtlich eigenständig. Vorgesehen sei jedoch eine gemeinsame Governance mit klaren Rollen, Zuständigkeiten und Prozessen.
Das Memorandum of Understanding soll zugleich als Ausgangspunkt für den späteren Beitritt weiterer Länder dienen.
Finanzministerium Nordrhein-Westfalen, PM vom 20.05.2026