Rechtstipp: Private Krankenversicherung - Fristen müssen eingehalten werden, sonst wird es teuer
Will ein Mann seine private Krankenversicherung kündigen, so muss er die geltenden Fristen einhalten, Tut er das nicht, so ist die Kündigung ungültig. Das gelte auch dann, wenn er die private Krankenversicherung kündigen kann, weil er dadurch wieder versicherungspflichtig geworden ist, dass sein Einkommen dauerhaft unter der maßgeblichen Grenze liegt. Wird er von seiner privaten Krankenversicherung dazu aufgefordert, binnen zwei Monaten eine Bestätigung einer gesetzlichen Krankenversicherung vorzulegen, was er aber erst nach einem halben Jahr tut, so darf die private Krankenkasse davon ausgehen, dass der Versicherungsvertrag bis dahin weiterhin besteht und offene Beiträge (hier in Höhe von rund 600 €) nachfordern. (AmG München, 173 C 16441/25) - vom 27.01.2026
Steuertipp: Erbfallkostenpauschale bei Vermächtnis
Den Pauschbetrag für Erbfallkosten nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes können auch Vermächtnisnehmer in Anspruch nehmen. Sind in einem Erbfall neben einem einzigen unbeschränkt steuerpflichtigen Erwerber weitere Personen vorhanden, deren Erwerb nicht der deutschen Besteuerung unterliegt, unterbleibt eine Aufteilung des Pauschbetrags. (BFH. Urteil vom 17.6.2026, II R 25/23)