Rechtstipp: Bei einem Zweifamilienhaus wird die Maklerprovision nicht hälftig geteilt
Grundsätzlich wird bei der Vermittlung eines Einfamilienhauses durch einen Makler die Maklerprovision hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt (»Halbteilungsgrundsatz«). Wird jedoch ein Zweifamilienhaus durch einen Makler verkauft, so gilt das nicht. Entscheidend ist dann der Abschluss des Maklervertrages, der hier zwischen dem Makler und dem Käufer (online) abgeschlossen worden ist. Es liegt kein Verstoß gegen den Grundsatz der hälftigen Teilung der Maklerprovision vor, wenn das Objekt kein Einfamilienhaus ist. Der Käufer muss die Maklerprovision dann allein tragen. (BGH, I ZR 111/25) - vom 16.07.2026
Steuertipp: Beratungsförderung für KMU bis Ende 2028 verlängert
Die staatliche Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler wurde bis Ende 2028 verlängert. Gefördert werden Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung, wobei je nach Unternehmensstandort bis zu 80 Prozent der Beratungskosten übernommen werden können. Das bisherige Förderkontingent bleibt unverändert bei maximal zwei Beratungen pro Jahr und insgesamt fünf Beratungen während der Programmlaufzeit. Gleichzeitig wird das Verfahren vereinfacht: Für den Zahlungsnachweis genügt künftig in der Regel eine Bank-Umsatzanzeige, das verpflichtende Regionalpartnergespräch entfällt und es sind weniger Unterschriften erforderlich. Ab dem 1. Januar 2027 können Förderanträge ausschließlich digital über ein ELSTER-Konto oder die BundID gestellt werden. Weitere Details: www.bafa.de/unb (bafa.de, Meldung vom 30.10.2026)