Tipp des Tages

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Rechtstipp: Eine Rechtsanwältin muss das besondere Postfach nutzen

Zugelassene Rechtsanwälte müssen die Übersendung der Beitragsbescheide ihres Versorgungswerks über das »besondere elektronische Postfach« (beA) akzeptieren - und zwar unabhängig davon, ob sie das beA für sich nutzen oder nicht. In dem konkreten Fall ging es um eine Rechtsanwältin, die für die Übermittlung elektronischer Dokumente das Postfach hat einrichten lassen. Sie kann nicht argumentieren, als angestellte Rechtsanwältin - anders als eine niedergelassene Anwältin - das Postfach nicht zu nutzen. Die Zugangseröffnung des Postfachs sei der Rechtsanwältin in Bezug auf solche Kommunikation zuzurechnen, die einen Bezug zu ihrer anwaltlichen Zulassung aufweise. Dies sei bei den Bescheiden des Versorgungswerkes der Fall. (VwG Düsseldorf, 20 K 3557/25) – vom 18.03.2026

Steuertipp: Kooperation mit selbstständigen Anwälten kann Gewerbesteuer kosten

Eine Partnerschaftsgesellschaft erzielt keine freiberuflichen Einkünfte, wenn kooperierende Anwälte Mandate eigenständig bearbeiten und die Partner fachlich nicht eingebunden sind. Eine freiberufliche Tätigkeit setzte voraus, dass die Berufsträger eigenverantwortlich und leitend tätig sind. Akquirieren und bearbeiten externe Anwälte Mandate selbstständig, ohne dass die Partner der Gesellschaft substanziell an der juristischen Beratung beteiligt waren, so fehlt damit ein »persönliches berufliches Engagement« der Partner. Die Einkünfte aus den Tätigkeiten wurden deshalb nach der Abfärberegelung als gewerblich eingestuft und unterlagen der Gewerbesteuer. (FG Berlin-Brandenburg, 1 K 1125/23) - vom 13.11.2024